Lichtenberger Zentren- und Einzelhandelskonzept braucht mehr Zukunftsorientierung und Präzision
Peters: Verbesserungen angemahnt
Die CDU-Fraktion Lichtenberg begrüßt, dass mit dem Entwurf für das neue Zentren- und Einzelhandelskonzept (ZEK), was auf ihre Initiative aus dem Jahr 2022 zurückgeht, wichtige Grundlagen für die wohnortnahe Versorgung im Bezirk gelegt wurden. Dennoch bleibt das Konzept aus Sicht der CDU-Fraktion hinter den Erwartungen zurück.
Carolin Peters, wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Lichtenberg, erklärt: „Das vorgelegte Zentren- und Einzelhandelskonzept ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch nicht der große Wurf. Der Entwurf des Konzepts macht deutlich, dass Nachholbedarfe bestehen, beispielsweise hinsichtlich der Verkaufsfläche je Einwohner in einigen Ortsteilen, die weit unter dem berlinweiten Schnitt liegt, der Versorgung mit Baumärkten sowie der zentrengenauen Strategieentwicklung zur Herstellung einer Multifunktionalität. Wir wollen Wohnen, Arbeiten, Klimaschutz, Logistik und Freizeitlösungen intelligent miteinander verknüpfen.“
Zwar erkenne das Konzept einige aktuelle Herausforderungen an, bleibe jedoch vielfach zu allgemein. Peters weiter: „Die Digitalisierung des Einzelhandels wird erwähnt, aber nicht strategisch untersetzt. Gerade digitale Services wie Click-&-Collect, Lieferangebote oder Mikro-Logistiklösungen sind entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit des stationären Handels zu sichern. Ein kluges Konzept stellt nicht nur Weichen für die Entwicklung der Wirtschaft im Bezirk, sondern sichert auch die Versorgung der Menschen vor Ort.“
Mit ihrem in der Bezirksverordnetenversammlung am 19. Dezember 2025 beschlossenen Antrag hat die CDU-Fraktion erreicht, dass das neue Zentren- und Einzelhandelskonzept gezielt weiterentwickelt wird. Künftig sollen digitale Handels- und Logistikansätze systematisch integriert und aktuelle Trends im Konsumverhalten stärker berücksichtigt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt des Antrags ist die Einführung einer regelmäßigen Evaluation. „Ein Konzept darf nicht statisch sein“, betont Peters abschließend. „Wir brauchen einen verbindlichen Überprüfungsmechanismus im Dreijahresrhythmus, um flexibel auf Marktveränderungen, Stadtentwicklung und neue Technologien reagieren zu können.“