Chance für mehr Parkraum nicht genutzt: Rot-rot-grüne Mehrheit lehnt Vorschlag zu Kiezgaragen ab

Krüger: Mehr Engagement für Quartiersgaragen notwendig

„Viele Anwohnerinnen und Anwohner in unseren dicht bebauten Quartieren leiden unter dem täglichen Parksuchverkehr. Kiezgaragen können hier einen wichtigen Beitrag leisten, um den Parkdruck zu reduzieren und den Straßenraum insgesamt zu entlasten“, erklärt Mike Krüger, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Lichtenberg.

Die Fraktionen von SPD, Linken und Grünen haben jedoch einen Antrag der CDU-Fraktion abgelehnt, mit dem sich das Bezirksamt beim Berliner Senat aktiv dafür einsetzen sollte, Lichtenberg bei der landesweiten Planung von Quartiersgaragen stärker zu berücksichtigen.

Der Antrag sah vor, ein Konzept mit möglichen Standorten für Kiezgaragen zu prüfen, um Fahrzeuge gebündelt unterzubringen und so den öffentlichen Raum zu entlasten. Genannt wurden unter anderem Flächen an der Rutnikstraße und am Ortseingang Wartenberg, am Fennpfuhler Tor an der Max-Brunnow-Straße sowie in stark verdichteten Bereichen rund um die Frankfurter Allee, die Storkower Straße und die Skandinavische Straße.

Die Mehrheit begründete ihre Ablehnung unter anderem mit offenen Fragen zur Finanzierung und mit dem engen Zeitrahmen für eine Stellungnahme gegenüber dem Senat. Aus Sicht der CDU-Fraktion wäre es dennoch sinnvoll gewesen, die Chance zu nutzen und mögliche Standorte zumindest zu prüfen.

„Gerade in dicht bebauten Wohngebieten brauchen wir pragmatische Lösungen, um den Parkdruck zu verringern und den Straßenraum besser zu ordnen. Quartiersgaragen können ein sinnvoller Baustein sein. Deshalb werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, dass solche Modelle auch in Lichtenberg ernsthaft geprüft werden“, so Krüger abschließend.