Wirtschaftsstandort Herzbergstraße sichern – Dialog zum geschützten Radweg starten
Peters: Gewerbetreibende in Verkehrsplanung einbeziehen und betriebliche Abläufe schützen
„Die Herzbergstraße ist ein wichtiges wirtschaftliches Rückgrat unseres Bezirks. Doch darf die Verkehrssicherheit für Radfahrer als berechtigtes Anliegen nicht dazu führen, dass unsere Industrie- und Handwerksbetriebe in ihrer Existenz bedroht werden. Wir müssen die Gewerbetreibenden zwingend in die Verkehrsplanung einbeziehen, bevor am Schreibtisch vollendete Tatsachen geschaffen werden“, erklärt Carolin Peters, wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Lichtenberg.
Im Zusammenhang mit der geplanten Einrichtung eines geschützten Radweges im Gewerbegebiet Herzbergstraße muss die Politik einen ergebnisoffenen Dialog mit den ansässigen Unternehmen sowie deren Interessenvertretungen führen. Das Bezirksamt solle die verkehrlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der geplanten Maßnahme umfassend prüfen und dabei insbesondere die speziellen Anforderungen des produzierenden Gewerbes in den Fokus rücken und die Ergebnisse dem Bezirksparlament transparent vorgelegen, so Peters.
Hintergrund der Initiative der CDU-Fraktion ist die zentrale Bedeutung des Gewerbegebietes. Die dort ansässigen Betriebe sind zwingend auf eine leistungsfähige und störungsfreie Verkehrsinfrastruktur angewiesen. Logistische Abläufe, der tägliche Lieferverkehr und der unabdingbare Einsatz von Schwerlasttransportern dulden keine unverhältnismäßigen Einschränkungen. „Eine unüberlegte Umsetzung des geschützten Radweges führt zu massiven Nutzungskonflikten im Straßenraum und beeinträchtigt bewährte betriebliche Abläufe nachhaltig”, verdeutlich Peters.
Im Falle einer baulichen Umsetzung soll sichergestellt werden, dass die volle Funktionsfähigkeit des Gewerbegebietes und die betriebliche Erreichbarkeit unter allen Umständen gewahrt bleiben. Ziel muss es sein, die Anforderungen an den Radverkehr mit den existenziellen Erfordernissen eines wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandortes pragmatisch in Einklang zu bringen.
„Ein funktionierendes Gewerbegebiet braucht Erreichbarkeit, keine künstlichen Nadelöhre. Nur durch einen frühzeitigen und ehrlichen Dialog lassen sich tragfähige Lösungen entwickeln, die sowohl der Verkehrssicherheit als auch der Wirtschaft vor Ort gerecht werden“, so Peters abschließend.