Entwicklung des Hans-Zoschke-Stadions endlich aus dem Schlafwagen holen und klaren Plan vorlegen
Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, darzulegen, mit welchen konkreten Maßnahmen der Trainings- und Spielbetrieb des SV Lichtenberg 47 im Hans-Zoschke-Stadion sowie auf den dem Verein zugewiesenen Ausweichanlagen rechtssicher gewährleistet wird.
Dabei ist insbesondere auf die derzeit bestehenden infrastrukturellen Defizite einzugehen, die nach Einschätzung des Vereins und gemäß den Vorgaben des Nordostdeutschen Fußballverbandes den Spielbetrieb gefährden.
Insbesondere soll das Bezirksamt mit Nachdruck die nördliche Einfriedung des Geländes gegenüber dem Nachbarn einfordern und wenn dies nicht erfolgreich sein sollte ersatzweise Maßnahmen zur Grundstücksabgrenzung vornehmen.
Darüber hinaus wird das Bezirksamt ersucht, auf Grundlage der inzwischen vorliegenden Machbarkeitsstudie sowie der geltenden Vorgaben der jeweiligen Spielklassen nachvollziehbar darzustellen, welche infrastrukturellen und betrieblichen Anforderungen im Hans-Zoschke-Stadion aktuell erfüllt sind und welche nicht und zu erläutern wie bestehende Defizite und Investitionsbedarfe umgesetzt werden.
Auf dieser Grundlage soll das Bezirksamt darlegen, wie mit den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie weiter verfahren werden soll. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Bezirksverordnetenversammlung in der laufenden Wahlperiode bereits mehrfach Beschlüsse zur Regionalligatauglichkeit des Standorts, zur Tribünenüberdachung sowie zur Prüfung und Einwerbung von Fördermitteln gefasst hat.
Es ist darzustellen, welche der in der Studie benannten Varianten oder Teilansätze für eine weitere Vertiefung geeignet erscheinen und wie ein schrittweises Vorgehen unter Berücksichtigung finanzieller und genehmigungsrechtlicher Rahmenbedingungen sowie der Einbindung der maßgeblichen Akteure wie des Vereins SV Lichtenberg 47, des Bezirkssportbundes und der BVV aussehen kann.
Der BVV soll kurzfristig noch vor der Sommerpause 2026 der Maßnahme- und Zeitplan sowie fortlaufend dessen Umsetzung berichtet werden.
Begründung:
Die Bezirksverordnetenversammlung hat sich in den vergangenen Jahren wiederholt mit der Entwicklung der HOWOGE Arena „Hans Zoschke“ befasst und dem Bezirksamt konkrete Prüf-, Finanzierungs- und Umsetzungsaufträge erteilt. Mit der Beauftragung der Machbarkeitsstudie sollte hierfür eine belastbare Entscheidungsgrundlage geschaffen werden. Diese liegt inzwischen vor.
Gleichzeitig bestehen nach Feststellung der Mitgliederversammlung des SV Lichtenberg 47 vom 20. April 2026 akute infrastrukturelle Defizite, die den laufenden Spielbetrieb gefährden.
Bislang fehlt jedoch eine systematische und für Politik wie Öffentlichkeit nachvollziehbare Darstellung, welche ligabezogenen Anforderungen das Stadion derzeit erfüllt und wo konkret Handlungsbedarf besteht.
Der Antrag zielt daher darauf ab, sowohl die kurzfristige Sicherung des Spiel- und Trainingsbetriebs als auch einen transparenten, faktenbasierten weiteren Umgang mit den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie einzufordern. Ein klarer Abgleich zwischen Anforderung und Ist Zustand ist dabei Voraussetzung für jede belastbare politische Entscheidung über das weitere Vorgehen.
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