CDU-Fraktion will Zentren- und Einzelhandelskonzept praxistauglich machen
Peters: Konzept darf kein starres Regelwerk sein
Die Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg hat das Zentren- und Einzelhandelskonzept 2025 beschlossen. Die CDU-Fraktion brachte dazu einen Änderungsantrag ein, der das Konzept an entscheidenden Stellen ergänzt und stärker auf die Herausforderungen eines sich wandelnden Einzelhandels ausrichtet.
Die CDU-Fraktion setzt sich dafür ein, dass die im Konzept enthaltenen Orientierungswerte zu Verkaufsflächen und Standortgrößen nicht schematisch angewendet werden, sondern dass im Rahmen der städtebaulichen Abwägung ausreichend Spielraum für sinnvolle Einzelfallentscheidungen bleibt. Gleichzeitig sollen die Lichtenberger Zentren als lebendige Orte des Einkaufens, der Begegnung, der Arbeit und der Freizeit weiterentwickelt werden. Darüber hinaus fordert die CDU-Fraktion eine Evaluation des Konzeptes spätestens drei Jahre nach seinem Inkrafttreten unter Einbeziehung von Handel, Projektentwicklern und weiteren relevanten Akteuren.
Dazu erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Lichtenberg, Carolin Peters:
„Ein Zentren- und Einzelhandelskonzept muss Orientierung geben, es darf aber kein starres Regelwerk sein. Der Handel verändert sich rasant, ebenso die Bedürfnisse der Menschen. Deshalb brauchen wir genügend Flexibilität, um gute Entwicklungen im Bezirk zu ermöglichen und nicht durch unnötig enge Vorgaben auszubremsen. Unser Änderungsantrag sorgt dafür, dass wirtschaftliche Vernunft und städtebauliche Ziele miteinander in Einklang gebracht werden.“
Die CDU-Fraktion betont, dass attraktive Stadtteilzentren weit mehr sind als reine Einkaufsorte. Sie sollen Orte der Versorgung, des Austauschs und des gesellschaftlichen Lebens sein. Deshalb sollen künftig auch Gastronomie, Dienstleistungen, Kultur-, Freizeit- und Gesundheitsangebote sowie innovative Nach- und Zwischennutzungen stärker berücksichtigt werden.
„Wir wollen lebendige Ortskerne statt starrer Planungsmodelle. Entscheidend ist, dass unsere Zentren auch in Zukunft attraktiv bleiben und sich an neue Entwicklungen anpassen können. Deshalb ist eine regelmäßige Überprüfung des Konzeptes gemeinsam mit den Akteuren vor Ort unverzichtbar“, so Carolin Peters abschließend.